„Die Neo-Liberalen nehmen den Armen alles weg!“

Haben Sie so eine Aussage schon mal gehört? Wahrscheinlich schon.

Denn wenn wir heute über Liberalismus sprechen, so fast immer von liberaler Wirtschaftspolitik. Der politische Aspekt des Liberalismus hingegen ist anscheinend zu einer Selbstverständlichkeit verkommen.

Nur wenige Parteien heute -gerade im linken Spektrum- vertreten nicht liberale Positionen wenn es um Dinge geht wie Religionsfreiheit, politische Meinungsäußerung, Gleichstellung der Geschlechter usw.

Es scheint so, als ob der Liberalismus nur noch in der Ökonomie zum Ausdruck kommt. Überall sonst ist es zu einer politischen Selbstverständlichkeit verkommen, die man nicht weiter thematisieren muss.

Doch was bedeutet politischer Liberalismus tatsächlich und wie liberal ist unsere Gesellschaft? Und bedeutet liberal auch in einem politischen Sinn der freie Wettbewerb der Meinungen, in der eine Meinung so gut wie die andere ist – also politische Gleichgültigkeit?